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MIND SHAPES - Alte Feuerwache Berlin

MIND SHAPES - von Köpfen die dazwischen sind, 2026
curated by Harald F. Theiss  

with Mehtap Baydu - Rebekka Benzenberg - Patricia Dreyfus - Ilse Henin - Marianna Ignataki - Sabrina Jung - Olena Pronkina - Heidi Sill - Charlie Stein - Anna Steinert - Andrea Winkler 
Alte Feuerwache / Berlin

Drawings from the series Vorbilder weiblicher Transgression
Elsa, Bettina I, Bettina II, Carolee, Evelyn
ink on paper, each 100 x 70 cm

The head is a universal theme anchored in everyday culture through idioms etched in our collective memory. At a time when many things seem to have fallen into disarray, the project encourages us to consider an alternative order and images of society that do not yet exist, while also calling existing ones into question. The expression 'the world is upside down' describes a situation in which things are not as they should be. Conversely, 'a headless time' is not a common expression; it is a metaphorical description of a chaotic, unstructured or disorientated period characterised by a lack of planning, coherence or control. This expression can also refer to a reorganisation that follows when things are rushed. It is similar to a person acting 'headless‘.

It is time to clear our heads and get busy in a 'twisted' present beyond our thoughts. ‘For it is not enough to have a good head; the main thing is to use it correctly’. (René Descartes)


Der Kopf ist ein universelles Thema und Motiv, das in unserer Alltagskultur durch zahlreiche Redewendungen im kollektiven Gedächtnis verankert ist. In einer Zeit, in der vieles aus den Fugen geraten zu sein scheint, lädt das Projekt dazu ein, über neue Formen von Ordnung und alternative Gesellschaftsbilder nachzudenken und bestehende infrage zu stellen.

Die Redewendung „Die Welt steht Kopf“ beschreibt eine Situation, in der die Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten. Eine „kopflos gewordene Zeit“ hingegen ist keine feste Redewendung, sondern eine metaphorische Beschreibung für eine chaotische, unstrukturierte oder orientierungslose Zeit, in der es an Plan, Zusammenhang oder Kontrolle mangelt. Der Ausdruck kann zugleich eine Neuordnung andeuten, die entsteht, wenn sich Ereignisse überschlagen, ähnlich wie bei einer Person, die „kopflos“ handelt.

Es ist Zeit, den Kopf freier zu bekommen und sich in einer „verdrehten“ Gegenwart über den Kopf hinaus zu beschäftigen: „Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden.“ (René Descartes)


Photography: Michael Schultze, Luca Caciagli